MRT der Gefäße

Die Ganzkörper-MRT liefert uns unter anderem detaillierte dreidimensionale Bilder der Gefäße. Deutlich zu erkennen sind beispielsweise krankhafte Veränderungen, die durch Tumoren, Ablagerungen oder Entzündungen entstehen. Der Zustand der Blutgefäße wird bis ins kleinste Detail dargestellt, wodurch bereits geringfügige Gefäßveränderungen erkannt und gegebenenfalls behandelt werden können.

Arteriosklerose

Die Arteriosklerose (siehe auch MRT des Kopfes/Gehirns) ist eine Gefäßerkrankung, bei der durch Anlagerungen an die Gefäßwand, verursacht durch Fett-Protein-Plaques oder Verkalkungen, der Blutfluss im Blutgefäß beeinträchtigt wird.

Kleinste Ablagerungen in den Gefäßen können mit der MRT dargestellt werden, bevor sich kritische Engstellen (Stenosen) in ihnen bilden, die den Blutfluss erheblich behindern. In gravierenden Fällen kann es zum Verschluss des Gefäßes kommen. Dann ist die optimale Durchblutung der betroffenen Gewebeareale nicht mehr gewährleistet. Dies kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Darüber hinaus können die Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße aufreißen. Es bilden sich Gerinnsel, die ebenfalls zum Verschluss eines Gefäßes führen können.

Besonders Patienten, die rauchen, einen erhöhten Blutdruck haben, an Diabetes erkrankt sind oder hohe Blutfettwerte aufweisen, haben ein hohes Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken.

In diesem Zusammenhang ist auch die MRT-Diagnostik der Schaufensterkrankheit [(der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)] zu beachten, die eine Durchblutungsstörung der Beine darstellt. Betroffene Patienten klagen über schmerzende Beine und sind in ihrer Bewegungsfähigkeit extrem eingeschränkt. Da bereits erste Engstellen der Beinarterien im MRT nachgewiesen werden können, sind frühzeitige Therapiemaßnahmen möglich, die ein weiteres Fortschreiten der PAVK verhindern können.

Krankhafte Veränderungen der Blutgefäße können darüber hinaus eine gefäßbedingte Impotenz verursachen. Neben anderen Faktoren, die eine Impotenz auslösen können, kann zum einen der Blutzufluss in den Penis aufgrund einer Arteriosklerose eingeschränkt sein, zum anderen kann auch ein krankhaft gesteigerter Blutabfluss über die beteiligten Venen zu Erektionsstörungen führen.

 

Aneurysmen

Als Aneurysmen bezeichnen wir krankhafte Erweiterungen oder Ausstülpungen der Arterien unterschiedlichen Ausmaßes (siehe auch Kapitel MRT des Kopfes/Gehirns). Diese können schlimmstenfalls zu einem Riss (Ruptur) in der Gefäßwand des Blutgefäßes führen, was zu Einblutungen ins Gewebe führt. Es können unter Umständen lebensbedrohliche Situationen entstehen. Ein ruptiertes Aneurysma im Gehirn muss sofort operiert werden.

Als Risikofaktoren für die Entstehung von Aneurysmen sind unter anderem hoher Blutdruck und Arteriosklerose zu nennen (siehe MRT der Gefäße).

Mit der MRT können wir früheste Stadien der Aneurysmen nachweisen, ihre Form, Lage und Größe bestimmen und Aussagen über ihre Operabilität treffen.

Anomalien

Gefäßanomalien (Gefäßfehlbildungen) zeigen sich oftmals durch eine von der Norm abweichende Gefäßform oder ein verändertes Gefäßvolumen (siehe auch Kapitel MRT des Kopfes/Gehirns).

Zunächst müssen wir anhand der MRT-Bildgebung fachlich beurteilen, um welche Anomalie es sich handelt und abwägen, ob zum Beispiel vor geplanten chirurgischen Eingriffen ein Risiko aufgrund der diagnostizierten Fehlbildung gegeben ist.

Als Beispiel für eine solche Gefäßanomalie ist hier die krankhafte Erweiterung der Blutgefäße (Morbus Osler) zu nennen. Die fehlgebildeten Gefäße können unter anderem im Darm, in der Lunge, Leber und im Gehirn detektiert werden. Da es aufgrund dieser Malformationen (Fehlbildungen) zu Embolien (Verschluss einer Ader durch einen Blutpfropf) und Abszessen (abgegrenzter Eiterherd) kommen kann, liefert die Ganzkörper-MRT wichtige Daten, die später von Chirurgen bei notwendigen Eingriffen berücksichtigt werden können.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Kapitel einen kleinen Einblick in die MRT-Diagnostik der Gefäße geben konnten. Für mehr Details stehen wir Ihnen im Institut für Präventive Medizin in Witten gerne Rede und Antwort.

 

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